HomeÜber uns

PIEPS – Alpine Sicherheit seit mehr als einem halben Jahrhundert

Über uns
Alles begann
mit einer Frage.
Wie können wir Menschen im alpinen Gelände besser schützen?

1960er-Jahre · Graz
Der wissenschaftliche Ursprung
Am Institut für Hochfrequenztechnik und Elektrotechnik der Technischen Hochschule Graz arbeitete das Team unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Wilfried Fritzsche intensiv daran, die physikalischen Prozesse in Schnee und Eis zu verstehen – mit einem klaren Ziel: Lawinen besser zu begreifen und Leben zu retten. Fritzsche gab den entscheidenden Impuls: die Idee, ein elektronisches Gerät zur Ortung von Lawinenverschütteten zu entwickeln.

1969 · Dissertation
Die wissenschaftliche Grundlage
Alois F. Etschmaier, Assistent von Fritzsche, legte in seiner Dissertation die wissenschaftliche Grundlage für ein solches Gerät. Er definierte zentrale Anforderungen, die bis heute gelten: geringes Gewicht, hohe Zuverlässigkeit und die Fähigkeit, unter extremen Bedingungen zu funktionieren.

Während andere Ansätze auf radarbasierte Systeme setzten, entschied sich Etschmaier bewusst für die elektromagnetische Ortung – ein Prinzip, das sich als deutlich praxistauglicher erwies und bis heute die Basis aller LVS-Geräte bildet.

Alpines Gelände · Risiko & Erkenntnis
Forschung unter realen Bedingungen
Elektronische Messmethoden ermöglichten es, Schneeschichten zu analysieren, Lawinenbewegungen zu untersuchen und die Dynamik im Schnee messbar zu machen. Gleichzeitig war diese Forschung von erheblichem Risiko geprägt – die Forschenden mussten sich zur Durchführung ihrer Arbeit ungeschützt im alpinen Gelände aufhalten.

1968 · Geburtsstunde
PIEPS entsteht
Aus dieser Kombination aus wissenschaftlicher Erkenntnis und praktischer Notwendigkeit entstand eines der ersten elektronischen Kameradenrettungsgeräte: PIEPS. Ein Sender-Empfänger-System, entwickelt, um verschüttete Personen schnell und effizient zu orten.

Zum ersten Mal wurde Technologie gezielt eingesetzt, um in einer der kritischsten Situationen im alpinen Gelände Zeit zu gewinnen. Zeit, die Leben rettet.

Was als wissenschaftliche Idee begann, wurde zur Verantwortung – und zur Grundlage von über 50 Jahren kontinuierlicher Entwicklung im Bereich der Lawinensicherheit.

Seit den ersten Versuchen in Graz hat sich vieles verändert: Technologien, Einsatzgebiete, Anforderungen. Was geblieben ist, ist der Anspruch, Sicherheit messbar zu verbessern – durch bessere Geräte, durchdachte Systeme und ein tiefes Verständnis für die Realität im alpinen Gelände.

Jede Generation baut auf dieser Grundlage auf. Jede Weiterentwicklung folgt demselben Ziel: Menschen im entscheidenden Moment schneller zu finden – und ihnen damit eine bessere Chance zu geben.

Aus dieser Haltung heraus ist mehr entstanden als nur Technologie. Es ist ein kontinuierlicher Auftrag.

Seit mehr als einem halben Jahrhundert

Protecting You Since 1968