12.03.2015 | by Pieps GmbH
Erläuterung zum Sicherheitshinweis der DAV Sicherheitsforschung über die technischen Limits der Markierfunktion bei Lawinenverschütteten Suchgeräten (LVS).

Bei Feldtests wurde ein Mehrfachverschüttungsszenario festgestellt, bei dem ein zweiter Sender eventuell nicht angezeigt wird, nachdem der erste Sender „markiert“ wurde. Die technischen Grenzen der Markierfunktion an
LVS-Geräten sind über die LVS-Norm (EN300718) festgelegt und eine technisch 100%-Lösung ist ohne gewisse Leistungseinschränkungen nicht realisierbar.
Nach weiterer intensiver Pieps Analyse (Feldtests u Labor) hat sich herausgestellt, dass dies auch die Geräte PIEPS DSP PRO und PIEPS DSP SPORT betrifft.

Szenario:
a) Der erste Sender muss markiert sein.
b) Die Sender müssen so weit voneinander entfernt liegen, dass der Empfänger bei Annäherung vom ersten markierten Sender1 zu einem weiteren Sender2 weder den markierten Sender1 noch den weiteren Sender2 empfangen kann. Dies tritt am häufigsten in einer Distanz von 80m bis 140m zwischen Sender 1 und 2 auf.
c) Das Problem erhöht sich, sobald beide Sender eine ähnliche Sende-Charakteristik aufweisen.


Lösung:
1) Über das empfohlene Firmware-Update v1.5
Das Firmware-Update (Version v1.5) ist bei allen PIEPS Service Centern und PIEPS Kompetenzpartnern flächendeckend ab spätestens 17.02.2014 kostenlos verfügbar. PIEPS Service Center in Österreich und Deutschland finden Sie auf www.pieps.com unter „Händler“. Kontaktdaten für andere Länder finden Sie unter „Kontakt“.


2) Über die persönliche Arbeitsweise
Für Anwender, die die Möglichkeit eines Firmware-Updates nicht sofort nutzen können:
Markiere den ersten Sender und folge umgehend dem neuen stärksten Signal am Display zur zweiten verschütteten Person. Sollte nach dem Markieren des ersten Senders kein weiterer Verschütteter im maximalen Empfangsbereich angezeigt werden, hebe die Markierung auf („DEMARK“ oder „SCAN“ oder „Kurzes Umschalten SEARCHSENDSEARCH“). Danach suche in der empfohlenen Suchstreifenbreite nach den weiteren Vermissten, bis ein neues stärkstes Signal anzeigt wird.


3) Bei Verwendung der elektonischen Sonde PIEPS iPROBE oder iPROBE ONE mit den digitalen PIEPS LVS-Geräten tritt das Problem nicht auf.
PIEPS bietet mit diesem „PIEPS SAFETY SYSTEM“ seit 2008 eine technische Lösung für die Mehrfachverschüttung an. Die Sonde verfügt über eine akustische Trefferanzeige zu jedem normgerechten Sender und deaktiviert zeitlich begrenzt das Sendesignal des Senders (sofern dieser mit iPROBE-Support ausgestattet ist: Freeride, DSP Standard ab v5.0, DSP Tour, DSP Pro, DSP Sport). Jeder beliebige LVS-Empfänger führt somit ohne Markieren am LVS automatisch zum nächst stärksten Signal. Sämtliche Leistungseinbußen, die beim Markieren über LVS entstehen können, treten somit nicht auf!

 

Der Sicherheitshinweis kann hier nachgelesen werden.