Know-how

Wann soll ich mein LVS austauschen?

By PIEPS

1. Ganz allgemein gilt für jede Notfall-/Schutz-/Sicherheitsausrüstung am Berg

  • Das Gerät beim geringsten Zweifel nicht mehr weiterverwenden.
  • Vom Hersteller bzw. einer Fachkraft überprüfen lassen.
  • Wenn möglich, reparieren/updaten lassen.
  • Ein neues Gerät kaufen.
  • Das alte Gerät vernichten oder in die Vitrine stellen (und nicht weitergeben …).

Tipp: Die PIEPS App installieren und mittels Gerätecheck alle Funktionen des LVS-Gerätes (Senden > Suchen > Senden > Aus) prüfen. Zusätzlich sollte man sich mit allen Funktionen des LVS-Gerätes vertraut machen.

2. Ist mein LVS kaputt?

Wenn beim Selbst-Check eine Fehlermeldung angezeigt wird, nach einem Sturz oder Schlag ein Riss sichtbar ist, ein Schalter sich plötzlich sehr schwer bzw. extrem leicht bedienen lässt oder eine Batterie ausgelaufen ist, gilt es, das Gerät nicht mehr weiterzuverwenden, sondern sofort zum Fachhandel zu bringen oder direkt an den Hersteller zur Überprüfung einzuschicken. Dieser wird sich das Problem ansehen, die Hard- und/oder Software checken und – wenn möglich – reparieren.

Leider stellt sich im Rahmen von Lawinenunfällen immer wieder heraus, dass das verwendete LVS nicht mehr voll funktionsfähig war und eigentlich nicht mehr verwendet hätte werden sollen.

3. Ist mein LVS zu alt?

Nicht nur Gurte und Seile, auch LVS haben eine empfohlene Lebensdauer. In der Gebrauchsanleitung jedes LVS bzw. auf der Homepage der Hersteller erfährt man, nach wie vielen Jahren ein Gerät überprüft werden soll. Mit zunehmendem Alter sinken die Leistungsmerkmale eines LVS, was sich z. B. in der Reichweite niederschlägt.

PIEPS empfiehlt, seine Geräte nach drei und fünf Jahren und danach jedes Jahr zur Überprüfung einzusenden. Nach einem Geräteservice bekommt man es mit einem Serviceprotokoll retour und hat die Gewissheit, dass es problemlos weiterverwendet werden kann.

Tipp: Bergführer und clevere Tourengeher haben im Auto gerne ein zweites LVS dabei. Bemerkt am Ausgangspunkt beim LVS-Check jemand, dass es mit seinem Gerät ein Problem gibt (oder hat es jemand vergessen), wird das Gerät einfach ausgetauscht und die Tour ist gerettet.

4. Kann ein neues LVS mehr?

Die Hersteller bemühen sich, ihre LVS laufend weiterzuentwickeln. Bei den meisten Geräten werden Verbesserungen und die Beseitigung kleinerer Probleme mittels eines Software-Updates auf das vorhandene Gerät gespielt. Deswegen ist es sinnvoll, hier immer auf dem neuesten Stand zu sein. Wer sein LVS mittels einer App selbst updaten kann, ist hier klar im Vorteil.

Für manche Funktionen benötigt man dann aber auch eine neue Hardware, sprich ein neues Gerät. Folgende Merkmale unterscheiden die Topgeräte von den Allroundgeräten: Sie sind teurer, haben andere/zusätzliche Bauteile wie Sensoren, zusätzliche Bedienelemente und ein erweitertes Menü.

Wer z. B. ein Allroundgerät besitzt und zusätzlich eine Backup-/Standby-Funktion haben möchte, um bei einem Lawinenunfall als Schaufler sein Gerät nicht auf „AUS“, sondern in den speziellen „SEND“-Modus zu schalten, der wird sich das entsprechende Top-Gerät mit diesem Feature kaufen müssen.

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