Weltneuheit „PIEPS GLOBAL FINDER" – Bericht ORF Steiermark

Sa, 25.07.2009: steiermark.orf.at

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Suchgerät für verunglückte Wanderer

Ein Gerät, das speziell für Wanderer entwickelt wurde, soll die Suche nach Verunglückten künftig deutlich erleichtern. Der Sommer-Pieps ist eine Weltneuheit aus der Steiermark, die 2010 auf den Markt kommen soll.

Nur etwas größer als ein Handy
Er ist etwas größer als ein Handy, einfach zu bedienen, und er kann Leben retten: Der Sommer-Pieps oder Global Finder – wie er eigentlich heißt – ist eine Weltneuheit. Die Lebringer Firma PIEPS ist bereits rund um den Globus bekannt für ihre Suchgeräte für Lawinenopfer.
Das Gerät wurde für in Bergnot geratene Menschen entwickelt; aber auch verunglückte oder vermisste Mountainbiker und Forstarbeiter könnten damit im Fall der Fälle leichter gefunden werden.

Einfache Bedienung
Den Entwicklern war es besonders wichtig, dass der Sommer-Pieps einfach zu bedienen ist - denn im Notfall muss es schnell gehen: "Dass man ohne viel Training und Studium und Vorbereitung am PC das bedienen kann", sagt der Bergführer Markus Eck, der das Gerät mitentwickelt hat.

Auch mit einer Hand zu bedienen
Deshalb hat der Sommer-Pieps nur fünf Knöpfe, die im Notfall mit einer Hand zu bedienen sind. Zudem ist er gut gepolstert - Hitze, Kälte und Feuchtigkeit sind kein Problem: "Es ist ausgelegt auf Wasserdichtheit bzw. auch auf Stoßfestigkeit - weil wir außen alles gummiert haben, wird es stoßdämpfen", erklärt Eck.

Pieps sendet genaue Position des Wanderers
Der Sommer-Pieps sendet im Notfall die genaue Position des Wanderers aus, erklärt Michael Schober von der Firma Pieps: "Mit unserem System wird das Signal drei bis vier Kilometer weit übertragen. Das heißt, wenn irgendjemand auf der Suche ist und auch nur in die Nähe kommt, empfängt er das Signal mit Position und Daten und kann so relativ leicht geortet werden."

Hubschrauber empfängt Signal großräumig
Noch stärker ist das Signal, wenn mit einem Hubschrauber von der Luft aus nach einem Verunglückten gesucht wird: "Nachdem wir die Rettungshubschrauber mit diesem Gerät ausrüsten werden, empfängt der schon das Signal großräumig, wenn er in ein Seitental hineinfliegt", erklärt Schober.

Pieps zeigt Weg und Hütten an
Der Sommer-Pieps kann aber noch mehr: Zum Beispiel zeigt er dem Wanderer mit Hilfe von GPS den Weg und markiert die nächstgelegenen Hütten und Wegpunkte, und man kann mit ihm SMS senden und empfangen. Ist er aktiviert, sendet er etwa eine Woche lang Signale aus - erst dann müssen die Batterien gewechselt werden.

Ab dem Frühjahr im Handel erwerbbar
Den Sommer-Pieps wird es ab dem Frühjahr 2010 im Bergsport-Fachhandel zu kaufen geben. Das Basisgerät soll unter 200 Euro kosten. Wird auch die Satelliten-Notruf-Funktion aktiviert, muss man allerdings mit 350 Euro rechnen.

www.global-finder.com


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