pieps.com

Headlines_24.jpg
Sicherheitshinweise für LVS-GERÄTE-Benutzer
In den letzten Jahren wurde die Performance von LVS-Geräten durch die Hersteller maßgeblich weiterentwickelt –z.B. die Richtungsanzeige des Trackers oder die Dritte-PIEPS-Antenne. Immer näher wurde die Performance an die physikalischen Grenzen herangeführt um vor allem auch Profi-Rettern bessere Werkzeuge in die Hand zugeben.
Doch alle LVS-Geräte – auch die Vorgängergenerationen der Analoggeräte – haben eines gemeinsam: Sie sind hochempfindliche Geräte, die magnetischen Feldlinien in einem Dynamik-Bereich von 1:100.000 (50m entspricht ca. 1/Hunterdtausendstel der Feldstärke von 1m!!) empfangen.
ALLE diese Geräte sind von Natur aus extrem empfindlich gegen elektrische und magnetische Störquellen. Wenn z.B. eine Ferrit-Antenne dem Feld eines Magneten ausgesetzt wird (Lautsprecher eines Funkgerätes in unmittelbarer Nähe), so wird nicht nur das Sende/Empfangssignal dramatisch beeinflusst, sondern es wird auch die Eigenschaft des Ferritmaterials für einige Minuten (bis zu einer ¼ Stunde) durch den sog. Remanenz-Magnetismus verändert - was sich je nach Art und Intensität der Einflussnahme wenig bis dramatisch beim LVS auswirken kann (man beachte, dass mittlerweile manche Hersteller einen Magnetkompass in die Suche integriert haben!).

Deshalb empfehlen alle Hersteller einhellig, bei Benutzung von LVS Geräten (egal ob analog und digital) Mindestabstände zu elektronischen, magnetischen sowie metallische Einflussfaktoren (Funk, Handy, MP3- Player, Pulsuhr, großer Schlüsselbund etc.) einzuhalten!
no_cell_web

 

PIEPS empfiehlt: IKAR-Statement DE IKAR-Statement EN
• LVS im Sende-Modus: mind.15 cm
• LVS im Empfangs-Modus: mind. 1,5 Meter
pdf-icon pdf-icon



Weiters ist zu erwähnen, dass es kaum andere Produktbereiche gibt, wo geltende Normen derartig eng gesetzt sind, wie bei den LVS-Geräten. Man muss sich nur vor Augen führen, dass z.B. die höchst zulässige Sendeleistung eines LVS-Gerätes UNTER dem maximal erlaubten Störpegeln anderer Produkte liegt. Speziell der Funk- bzw. Mobil-Telefonie sind hierbei kaum Grenzen gesetzt (es kennt ja jeder das Krachen und Bildschirmflimmern wenn das Handy bimmelt). Auch spezielle Vorschriften zum Thema Mechanik (ein LVS muss 6 Würfe von 1m auf harten Untergrund überstehen und danach wasserdicht und voll funktionsfähig bleiben) sind bei den LVS-Geräten einzigartig. Aus diesem Grund haben mehrere Hersteller Magnetkontakte im Bereich der Ein-/Empfangs-/Sende-Umschaltung im Einsatz. Diese können durch einen starken externen Magneten betätigt werden!
Stellungnahme zum Thema „Pieps DSP & Motorola GP340-Funk vertragen sich nicht“

Beim PIEPS-DSP kann jedoch dieser Magnetkontakt im Falle der vorgeschrieben Trageweise (Gerät ist in der vorgesehenen Tragetasche oder in einer sicher verschließbaren Hosentasche zu tragen - aber immer mit dem Display zum Körper) durch das erwähnte Funkgerät Motorola GP340 NICHT ausgeschaltet werden!


Weiters sind allgemeine einschlägige Handhabungshinweise zu beachten:

„Seit Jahren ist es allgemeiner Ausbildungsstandard, dass Mindestabstände zu Funkgeräten, Mobiltelefonen und sonstigen Elektro-Magnetischen Störeinflüssen zu jedem LVS-Gerät (Herstellerunabhängig) in jeder Betriebsart einzuhalten sind! Dies ist seit Jahren allgemein gültiger Ausbildungsstandard für alle Einsatzorganisationen!“
Mag. Walter Würtl
Alpinwissenschaftler, Berg und Skiführer, Gerichtlich beeideter Sachverständiger für Sicherheitswesen-Bergrettung, Lawinenkunde, Lawinenunfälle, Lawinenschutz, Ausbildungsreferent des Österreichischen Alpenvereins, Lawinenreferent der Österreichischen Bergrettung (bis 10 2008)


Schober Michael, Geschäftsführer PIEPS GmbH, Lebring, 16.01.2009