SIGNALSUCHE

Schalten Sie das LVS-Gerät in den Suchmodus und suchen Sie den primären Suchbereich systematisch in den festgelegten Suchstreifenbreiten ab. Suchen Sie mit Augen, Ohren und LVS-Gerät bis zum Signal-Erstempfang. Markieren Sie den Erstempfang mit einem Skistock!

PIEPS TIPP! 

Die empfohlene Suchstreifenbreite für Ihr LVS-Gerät finden Sie auf der Rückseite des LVS-Gerätes. Zählen Sie Ihre Schritte anstatt die Entfernung der Suchstreifenbreite zu schätzen! Z.B. 50 Schritte für 50m Suchstreifenbreite. So verfügen Sie in jedem Fall über eine „Reichweitenreserve“.

Know-How 

Kennen Sie die USEFUL RANGE (= Wahre brauchbare Reichweite) Ihres LVS-Gerätes? Mit „Useful Range“ bezeichnet man jene maximale Reichweite, die in jedem Fall eine verlässliche Richtungs- und Entfernungsanzeige liefert. Je größer die USEFUL RANGE Ihres LVS-Gerätes umso früher haben Sie verlässlichen Erstempfang mit nachfolgend verlässlicher Signalverfolgung! Testen Sie die USEFUL RANGE Ihres LVS-Gerätes!

 

(1)  Ein Retter mit Ski bei der Signalsuche   
(2) Ein Retter zu Fuß bei der Signalsuche
(3) Mehrere Retter bei der Signalsuche   
d = Suchstreifenbreite

GROBSUCHE

Folgen Sie ab Erstempfang dem Richtungspfeil und achten Sie auf die Entfernungsanzeige. Die Entfernungsanzeige muss geringer werden. Sollte der Wert größer werden, drehen Sie sich um 180°.

PIEPS TIPP!

Arbeiten Sie ruhig und konzentriert. Vermeiden Sie hastige Richtungsänderungen! Lernen Sie Ihr LVS-Gerät im Trockentraining kennen und finden Sie heraus, welche Richtungsänderung bei bestimmter Anzeige am effektivsten ist.

Know-How 

Die Entfernungsanzeige entspricht der Länge der Feldlinie und wird über die Signalstärke berechnet. Je geringer die Entfernung zum Sender umso exakter die Anzeige. Äußere Bedingungen wie Schneefeuchte reduzieren die Ausbreitung des Sendesignals und beeinflussen dadurch auch Entfernungswerte!

FEINSUCHE

Verringern Sie ab einer Entfernung von 5 m die Geschwindigkeit (50 cm/sec) und arbeiten Sie entlang der Schneeoberfläche. Suchen Sie durch Einkreuzen den Punkt mit der geringsten Entfernungsanzeige und markieren Sie diesen mit einem Handschuh oder Schaufel.

PIEPS TIPP!

Führen Sie die letzte Richtungskorrektur exakt aus, bevor der Richtungspfeil ausgeblendet wird (siehe Abb. rechts). Sie bewegen sich dann in bester Koppellage auf das Sende-LVS zu und sparen Zeit beim Einkreuzen! Achtung: Bei einer Tiefverschüttung kann es vorkommen, dass der Richtungspfeil nicht verschwindet!

Know-How 

Bei 3-Antennen LVS-Geräten kann mit Hilfe der dritten Empfangsantenne das Sendesignal „dreidimensional“ vermessen werden. Somit gibt es immer nur einen Punkt mit der geringsten Entfernungsanzeige! 1- und 2-Antennengeräte zeigen schon ab einer Verschüttungstiefe von <1 m mehr als einen Punkt mit der geringsten Entfernungsanzeige (irreführende Mehrfachmaxima) – hier sind spezielle Suchstrategien notwendig.

PUNKTSUCHE

  • Sondieren Sie immer im rechten Winkel zur Schneeoberfläche.
  • Sondieren Sie spiralförmig in 30cm-Abständen rund um das markierte Feinsuchergebnis.
  • Kommunizieren Sie einen Treffer und lassen Sie die Sonde stecken.

 

Pieps TIPP!

 

Lassen Sie die Sonde auch während der gesamten Schaufelarbeit stecken! Sie dient als unentbehrliche Orientierungshilfe!

 

Know-How

 

Selbst bei systematischer Sondierarbeit kann die verschüttete Person mehrfach verfehlt werden was zu Unsicherheit führt. Auch die Interpretation des Sondier- Ergebnisses ist oft schwierig: „Klack, klack,…“ – wurde ein Ski sondiert, eine Eisschicht oder ein Fels?

 

Beim Sondieren mit der PIEPS iPROBE signalisiert ein Dauerton/Dauerlicht einen „Treffer“, selbst wenn die verschüttete Person knapp mit der Sonde verfehlt wird, ist dies das Startsignal zum Schaufeln! Mit der PIEPS iPROBE sparen Sie wertvolle Zeit bei der Kameradenrettung!

60% ZEITERSPARNIS MIT DER PIEPS iPROBE